Bauzeitgarantie vs. Bauzeitverlängerung

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Als wir im Juli 2017 den Bauwerksvertrag mit Town & Country / Krynos unterschrieben, war einer der Punkte die uns dazu veranlassten, auch die vertraglich zugesicherte Bauzeit von 6 Monaten. Für jeden weiteren Tag sollten wir eine Entschädigungszahlung erhalten. Dies ist für weiter zu zahlende Miete, Zinsen, o.ä. ein notwendiger Ausgleich und damit sehr hilfreich auch für die finanzielle Planung.

Nun lesen wir jedoch in jedem neuen Nachtrag, in jedem Angebot, wie z.B. für die Mehrgründung, von einer Bauzeitverlängerung. Das heißt, manche “Bauzeitverlängerung” bezieht sich auf Hausergänzungen, manche aber auch auf die schon im Bauwerksvertrag vereinbarte Planung. Der Zeitraum der Bauzeitverlängerung in den zu unterzeichnenden Verträgen kann “ca. 8 Wochen” sein, genau festgelegt oder einfach allgemeiner Art, also variabel. Die Faktoren, die die Bauzeit beeinflussen, seien ja nicht vorhersehbar. Auch Sonderwünsche, die im Bauwerksvertrag definiert sind und für die die Bauzeit auch garantiert wird, bringen plötzlich ebenso nachträglich eine Bauzeitverlängerung mit sich.

Die Bauzeit ist also nicht, wie für und im Vertrag garantiert 6 Monate, sondern abhängig von vielen – für uns oft willkürlich wirkenden – Faktoren. Damit scheint auch dieser Punkt nur ein Verkaufsargument zu sein. Durch entsprechende Vertragsformulierungen und nachfolgende, teilweise notwendige Nachtragsangebote und Arbeiten, die eine Bauzeitverlängerung bedingen, ist für mich diese “Bauzeitgarantie” zurückblickend ebenfalls Augenwischerei.

Dass wir uns seit nunmehr 5 Monaten in der Planungsphase befinden und am Bauantrag arbeiten und uns noch gar nicht in der “Bauzeit” befinden, ist ein anderes Thema.

Hinweis: da wir leider zu spät von den vielen schlechten Erfahrungen anderer Bauherren mit Town & Country / Krynos erfahren haben, uns niemand gewarnt hat und wir mit den bisherigen Erfahrungen und dem jetzigen Wissen nicht mehr mit Town & Country / Krynos bauen würden, schreibe ich diese Kurzbeiträge zur Zeit in erster Linie um Bauherren in der Entscheidungsphase darauf aufmerksam zu machen.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Das liest sich tatsächlich nicht wirklich gut und ziemlich unfair. Als wir noch auf der Suche nach einem passenden Anbieter waren stand auch Town and Country auf der Liste. Unser Eindruck war nicht berauschend, aber auch nicht total schlecht. Letztlich haben Gespräche mit anderen Bauherren und das Lesen von Baublogs uns von T&C abgebracht. https://unserbaublog.de/die-hausbaufirmen-town-country-haus/
    Nach Allem was wir hören, war das wohl eine gute Entscheidung. Letztlich sind aber alle T&C Bauherren von denen wir lasen oder
    Mit denen wir sprachen irgendwann in ihre Häuser eingezogen und erfreuen sich an ihren Häusern. Nur hat es in der Regel länger gedauert und wesentlich mehr gekostet (OK, das tut es immer), so dass die Differenz zu vermeintlich teureren Anbietern wie z.B. in unserem Fall, Roth Massivhaus gar nicht mehr so groß ausfiel.
    Ich drücke euch weiter feste die Daumen und Hoffe, dass euer Vertragspartner bald die Kurve kriegt.

    Beste Grüße
    John

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